[jW] Christlicher Scharia-Staat

In den USA will die christliche Rechte die Bibel zum höchsten Gesetz des Landes machen

Von Mumia Abu-Jamal

In dem aufsehenerregenden Skandal um den republikanischen US-Richter Roy Moore, der derzeit für einen Sitz als Senator des Südstaats Alabama im Kongress kandidiert, geht es um Fragen der Macht. Auch wenn es den Anschein hat, als ginge es um Meldungen über einen reifen Mann mit einem schweren Lolita-Komplex, der von dem Verlangen nach kleinen Mädchen besessen ist, muss noch einmal betont werden: Es geht in diesem Fall um Macht, um politische Macht, um männliche Macht und die Vormachtstellung des christlichen Glaubens.

Soweit ich das beurteilen kann, hat sich bisher kein Kommentator des für diesen bezeichnenden Fall so zentralen Punkts angenommen. Er ergibt sich aus Moores wiederholtem Nichtbefolgen der Verfassung zugunsten seines Rückgriffs auf biblische Leitgedanken bei der Auslegung staatlicher Gesetze.

Ich bin nicht besonders bewandert in Fragen der Gesetzeslage in Alabama, aber zumindest in Pennsylvania ist es so, dass alle Richter einen Eid sowohl auf die Verfassung ihres Bundesstaats als auch auf die US-Verfassung ablegen müssen. Moore brach seinen Eid als Richter mindestens zweimal, als er es unterließ, sich in seiner Eigenschaft als Vorsitzender Richter am Obersten Gerichtshof des Bundesstaats Alabama Grundsatzentscheidungen des Obersten Gerichtshofs in Washington D.C. zu beugen. Statt dessen zeigte er sich beim Abfassen eigener juristischer Entscheidungen seinem religiösen Glauben verpflichtet. Er stellte die Religion über das Gesetz, und das stellt einen Verfassungsbruch dar.

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[jW] »Kirchentage erschleichen sich überhöhte Zuschüsse«

Sächsische Landesregierung finanzierte religiöses Großereignis mit Steuergeldern in Millionenhöhe. Gespräch mit Maximilian Steinhaus

[jWDie Kunstaktion »Elftes Gebot: Du sollst deinen Kirchentag selbst bezahlen!« erhebt Vorwürfe gegen die Stadt Leipzig und die sächsische Landesregierung. Letztere habe leichtfertig Steuergeld verprasst und es für den Kirchentag ausgegeben, für eine ideologisch gefärbte Veranstaltung. Um wieviel Geld geht es?

Insgesamt sprechen wir über einen Betrag von 5,36 Millionen Euro: Soviel hat der Kirchentag in Leipzig gekostet. Die Stadt Leipzig, der Freistaat Sachsen und die Stadt Torgau haben davon 3.230.000 Euro aus Steuergeldern finanziert. Die evangelische Landeskirche selbst hat nur etwas mehr als ein Fünftel davon, 630.000 Euro, zugeschossen. Die restlichen 1,5 Millionen Euro wurden über Karten und Merchandising erzielt. Der Staat ist aber gehalten, sich neutral zu Glaubensfragen zu verhalten. Wenn das Leipziger Kulturdezernat zur Kenntnis gibt, die »Kirchentage auf dem Weg« hätten der »spirituellen Einstimmung auf den Abschlussgottesdienst in Wittenberg« gedient, wird damit ein Verstoß gegen die Pflicht des Staates zur weltanschaulichen Neutralität deutlich. …

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[DDB] Historische Materialien der Freidenker

Hier mal für Euch ein Hinweis auf interessante historische Materialien der Freidenker in Deutschland in der Deutschen Digitalen Bibliothek, u.a. mit Materialien des Deutschen Historischen Museums

https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/searchresults?query=freidenker

24.09.2016 – Besuch des Friedwaldes bei Fürstenwalde

Die Brandenburger Freidenkerinnen und Freidenker besuchen am 24. September 2016, anlässlich der Tag- und Nachtgleiche im Herbst, gemeinsam mit den NaturFreunden der OG Ludwigsfelde-Teltow Fläming den Friedwald bei Fürstenwalde. Informationen zur Veranstaltung entnehmt bitte diesem PDF-Dokument (Webanzeige, ca. 180 KB, Ausdruckvariante, ca. 2,5 MB).

[Telepolis.de] Noah, Gott und die Wissenschaft

Heute mal eine Leseempfehlung für Euch.

Noah, Gott und die Wissenschaft

Was wir von den Flutmythen lernen können

von Thomas Grüter

Seit gestern dürfen wir im Kino Noah als vegetarischen Helden bewundern, der die Tierwelt selbstlos vor der großen Flut retten. Die Menschen möchte er aussterben lassen, sie sind ihm nicht gut genug für die neue Welt. Sie haben die vorsintflutliche Natur zerstört, bis sie schließlich nichts anderes zu Essen fanden als Menschenfleisch. Der Regisseur Darren Aronofsky (Black Swan) hat am Drehbuch mitgeschrieben und die Erzählung bildgewaltig in Szene gesetzt. Nichts wurde dem Zufall überlassen, sogar die paarweise heraneilenden Tiere generierte das renommierte amerikanische Spezialeffektstudio Industrial Light and Magic im Computer. Effekte erzählen aber keine Geschichte, und Aronofsky hat sich gar nicht erst die Mühe gemacht, den wahren Hintergrund der vielen Flutmythen oder gar die theologische Bedeutung der Noah-Geschichte zu thematisieren. Dabei könnte er damit eine sehr viel originellere Geschichte erzählen als mit seinem finsteren Öko-Helden in einer perfekt animierten Fantasy-Welt.

Nahezu alle Völker kennen Flutlegenden. Der römische Dichter Ovid berichtet, dass Jupiter, erzürnt über die Sittenlosigkeit der Menschen, die Erde unter Wasser setzt: „Alles war Meer und dem Meer fehlte jegliche Küste“. Nur ein tugendhaftes Ehepaar überlebte: Deucalion und Pyrrha. Sie strandeten im griechischen Parnassgebirge unweit des Heiligtums von Delphi. Einem Orakelspruch folgend, warfen sie Steine über ihre Schulter, die daraufhin zu Menschen wurden und die Erde neu bevölkerten. Im Parnassgebirge findet man versteinerte Abdrücke von Meerestieren, was diesen Mythos inspiriert habe könnte.
Das Volk der Azteken im heutigen Mexiko glaubte, dass die Menschen des vorangegangenen Zeitalters der vierten Sonne in einer großen Flut zugrunde gegangen seien. Das ist durchaus bemerkenswert, denn die Aztekenhauptstadt Tenochtitlán, die heutige Stadt Mexiko, liegt auf 2300 Metern Höhe!

Lest hier weiter: http://www.heise.de/tp/artikel/41/41416/1.html

Freidenker und Religion

Wie einige von Euch wissen, bin ich als konfessionsfreier Mitmensch, bereits seit einigen Jahren Mitglied bei den Freidenkern und nicht ganz untätig in diesem freigeistigen Spektrum. Ich unterstütze zwar auch etwas den IBKA, aber meine freigeistige Heimat ist nun einmal der Freidenker-Verband in Brandenburg. In der Ausgabe 4 – 2013 des FREIDENKERs, welches sich hauptsächlich dem 100. Jahrestag des Beginns dieses unsäglich schrecklichen 1. Weltkrieges widmet, wurden dort auch einige Thesen zum Thema „Freidenker und Religion“ zur Diskussion gestellt, welche ich Euch hier nicht vorenthalten möchte. Vielleicht wollt Ihr Euch an der Diskussion beteiligen? Nutz einfach hier die Kommentarfunktion oder schreibt eine E-Mail mit Eurem Diskussionsbeitrag an postfach@freidenker.org.

Hier geht es zum Diskussionsbeitrag: http://goo.gl/xso7iA

Wenn Euch gerade beschäftigt, was denn die Freidenker wieder für eine „Sekte“ sind, den möchte ich nicht im Dunkeln stehen lassen: Informiert Euch einfach hier