[Youtube] Sei wachsam

Ein Wahlplakat zerrissen auf dem nassen Rasen,
Sie grinsen mich an, die alten aufgeweichten Phrasen,
Die Gesichter von auf jugendlich gemachten Greisen,
Die Dir das Mittelalter als den Fortschritt anpreisen.
Und ich denk’ mir, jeder Schritt zu dem verheiß’nen Glück
Ist ein Schritt nach ewig gestern, ein Schritt zurück.
Wie sie das Volk zu Besonnenheit und Opfern ermahnen,
Sie nennen es das Volk, aber sie meinen Untertanen.
All das Leimen, das Schleimen ist nicht länger zu ertragen,
Wenn du erst lernst zu übersetzen, was sie wirklich sagen:
Der Minister nimmt flüsternd den Bischof beim Arm:
Halt du sie dumm, – ich halt’ sie arm!

Quelle: http://www.reinhard-mey.de/start/texte/alben/sei-wachsam

Freidenker-Verbandstag in Potsdam: „Wie wollen wir leben? Solidarisch und selbstbestimmt – ohne Kapitalismus und ohne Kriege“

Unter diesem Motto tagte am 4. und 5. Juni 2016 in Potsdam der alle vier Jahre stattfindende Verbandstag des Deutschen Freidenker-Verbandes. Mehr als 50 Delegierte aus allen Bundesländern sowie einige Dutzend weitere Funktionäre und Gäste gestalteten eine engagierte Diskussion um zentrale Fragen aktueller ideologischer Herausforderungen.

Im Bericht des Verbandsvorstandes hob der Bundesvorsitzende Klaus Hartmann die zunehmende soziale Spaltung der Gesellschaft und den „Krieg gegen die Armen“ hervor, die einen Resonanzboden für die rassistische Feindbildproduktion darstellen. Angesichts wachsender Provokationen der NATO gegenüber Russland und China müsse mit allen Mitteln Aufklärung über die wachsende Kriegsgefahr betrieben werden. Besonders das irreführenderweise „Raketenabwehrschild“ genannte Aegis-System mit seinen Abschussrampen für atomare Mittelstreckenraketen bringe die atomare Bedrohung nach Europa zurück. …

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[Telepolis] Die griechische Katastrophe

Jens Wernicke schreibt auf telepolis.de: http://www.heise.de/tp/artikel/45/45553/1.html

Die Medien sprechen von einer humanitären Katastrophe in Griechenland. Wie geht es den Menschen dort? Was ist vom neuen Troika-Spardiktat zu halten? Ist Hilfe von außen möglich? Was können wir tun? Zu diesen Fragen sprach ich mit Prof. Athanassios Giannis von den Universitäten Leipzig und Patras im Telepolis-Interview:

Die griechische Katastrophe

Stellen Sie sich vor, Sie sind ein griechisches Kind in Athen, wurden von einem Auto angefahren und benötigen dringend medizinische Hilfe. Ihre Mutter ist wie drei Millionen andere Griechen jedoch nicht mehr im Besitz einer Krankenversicherung. Sie kann sich die Police nicht mehr leisten. Jetzt einen Krankenwagen zu rufen, ist außerdem längst zum Glücksspiel verkommen, denn ein Großteil der diesbezüglichen Infrastruktur wurde aus Kostengründen stillgelegt. Aber auch wenn es Ihre Mutter mit Ihnen in ein Klinikum schaffen würde, müsste sie Wartezeiten von bis zu zwölf Stunden in Kauf nehmen und würde erst dann behandelt, wenn sie das Geld für die Not-Operation vorab in bar bezahlen kann.

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[Naturfreunde Brandenburg] Synergasia – ein Solidaritätsprojekt

[Naturfreunde Brandenburg] Synergasia - ein Solidaritätsprojekt

Quelle: [Naturfreunde Brandenburg] Synergasia – ein Solidaritätsprojekt

von Jeanette Rassmann

Synergasia bedeutet Zusammenarbeit – Zusammenarbeit zwischen griechischen Olivenbauern, die gemäß alter Tradition auf den Olivenäckern ihrer Familien arbeiten wollen und deutschen sowie französischen Abnehmern, die das Öl zu seinem wirklichen Wert abnehmen.

Das Projekt soll jungen Frauen und Männern in ihrer Heimat Arbeit und gerechte Entlohnung verschaffen, um eine Abwanderung zu verhindern. Auf längere Sicht gesehen, soll dieses Projekt den Menschen in der gesamten Region helfen.

Zum Verständnis dieses Anliegens sollte man etwas über die Produktion von Olivenöl wissen. Unter Idealbedingungen werden pro Olivenbaum 40kg Oliven geerntet, aus denen man 6 bis 7 kg Öl gewinnt. Auf einer Plantage stehen ca. 100 Bäume- es werden also 600 bis 700kg Öl gewonnen. Eine gewinnorientierte Genossenschaft zahlt für ein Kilogramm kalt gepresstes Olivenöl ca. 2€, woraus sich ein Erlös von 1200 bis 1400€ ergibt. Davon müssen allerdings noch Ausgaben für Düngung, Bewässerung und Ölmühle abgezogen. Weiterlesen