[Telepolis] Die griechische Katastrophe

Jens Wernicke schreibt auf telepolis.de: http://www.heise.de/tp/artikel/45/45553/1.html

Die Medien sprechen von einer humanitären Katastrophe in Griechenland. Wie geht es den Menschen dort? Was ist vom neuen Troika-Spardiktat zu halten? Ist Hilfe von außen möglich? Was können wir tun? Zu diesen Fragen sprach ich mit Prof. Athanassios Giannis von den Universitäten Leipzig und Patras im Telepolis-Interview:

Die griechische Katastrophe

Stellen Sie sich vor, Sie sind ein griechisches Kind in Athen, wurden von einem Auto angefahren und benötigen dringend medizinische Hilfe. Ihre Mutter ist wie drei Millionen andere Griechen jedoch nicht mehr im Besitz einer Krankenversicherung. Sie kann sich die Police nicht mehr leisten. Jetzt einen Krankenwagen zu rufen, ist außerdem längst zum Glücksspiel verkommen, denn ein Großteil der diesbezüglichen Infrastruktur wurde aus Kostengründen stillgelegt. Aber auch wenn es Ihre Mutter mit Ihnen in ein Klinikum schaffen würde, müsste sie Wartezeiten von bis zu zwölf Stunden in Kauf nehmen und würde erst dann behandelt, wenn sie das Geld für die Not-Operation vorab in bar bezahlen kann.

Lest hier weiter: http://www.heise.de/tp/artikel/45/45553/1.html

Aufbruch ins Ungewisse. Auf der Suche nach Alternativen zur kapitalistischen Dauerkrise.

* Hg.: Tomasz Konicz, Florian Rötzer – Aufbruch ins Ungewisse. Auf der Suche nach Alternativen zur kapitalistischen Dauerkrise. – Verlag Heinz Heise, ca. 400 Seiten, 6,99 Euro, ISBN 978-3-95788-026-0, Dezember 2014 –

… Dem Denken von Alternativen zur kapitalistischen Dauerkrise stellen sich ungeheure Hindernisse in den Weg. Die lückenlose Dichte kapitalistischer Vergesellschaftung errichtet in einem jeden Insassen der globalen kapitalistischen Tretmühle ein regelrechtes Gedankengefängnis. Wenn es kein nicht-kapitalistisches „Außen“ mehr gibt, wenn alle Gesellschaftsfelder und Nischen bis hin zur Subkultur von dem kapitalistischen Kosten-Nutzen-Kalkül okkupiert sind, dann gewinnt der berüchtigte „stumme Zwang der Verhältnisse“ den Anschein eines Naturverhältnisses. …

Weitere Infos: http://www.heise.de/tp/ebook/ebook_18.html

Wie anfangen?

‚Projekt A‘ benötigt unsere Unterstützung

Gefunden auf Startnext.de nach einem Hinweis von Konstantin Wecker:

PROJEKT A taucht ein in die Welt der Anarchie. Ein Dokumentarfilm über Menschen, die erste Schritte in Richtung einer neuen Gesellschaft wagen. Sie träumen von einer Welt ohne Herrschaft und ohne Ausbeutung, organisiert nach dem Prinzip der gegenseitigen Hilfe.

Worum geht es in diesem Projekt?

Am Anfang des Projekts stand das Buch „Anarchie. Idee – Geschichte – Perspektive“ von Horst Stowasser. Mit ihm begannen wir vor sechs Jahren mit der Konzeption des Films, das eine Einführung in das große Thema des Anarchismus sein soll. Dabei wollten wir uns von Anfang an vor allem auch an Menschen wenden, die noch nichts oder nur wenig über die anarchistischen Ideen wissen. Ein Film für ein breites Publikum.
Ein kleiner Teil des Films skizziert die grundlegenden Ideen des Anarchismus. Unser Hauptaugenmerk aber liegt auf Menschen, die erste Schritte in Richtung einer anarchistischen Gesellschaft wagen. Wer sich – jenseits der gängigen Klischees von Anarchisten als vermummte Chaoten oder von Anarchie als bürgerkriegsähnlichen Zustand – mit der Idee einer anarchistischen Gesellschaft als ernst zunehmende, gesellschaftliche Alternative auseinandersetzen möchte, ist bei uns genau richtig. … “

Weiterlesen auf: https://www.startnext.de/projekt-a

Daniela Dahn : Wir sind der Staat! – Warum Volk sein nicht genügt

Eine Buchrezension – Quelle: http://www.freie-radios.net/60307

Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus, heißt es im Grundgesetz – aber sie kehrt nie zu ihm zurück. Wie auch, sie ist ja längst in den Händen des Big Business. Kaum jemand nimmt den Politikern, die wir wählen, noch ab, dass sie Banken und Konzernen wirklich Grenzen setzen können. Immer weniger Menschen glauben an die Kraft der Demokratien, Freiheit und Wohlstand für alle zu organisieren statt für immer weniger. Der soziale Friede ist selbst in Europa längst brüchig geworden.

Die Berichte und Analysen zur Lage werden von Jahr zu Jahr bitterer und radikaler. Aber wenn es darum geht, die Konsequenzen daraus zu ziehen, verstummen die Debatten schnell. Die Politik muss wieder das Primat über die Wirtschaft gewinnen – aber wie? Die Bürger, mit und ohne Wut, müssen wieder mehr selbst entscheiden – aber wie? Wer wirklich etwas ändern will, so die streitbare Schriftstellerin, muss sich zunächst einigen unbequemen, aber unvermeidlichen Einsichten stellen.

Darum geht es in diesem Buch: Daniela Dahn deckt tiefgreifende Blockaden auf, die den Staat daran hindern, die Dauerkrise zu lösen und sich in Freiheit weiterzuentwickeln – in ein Gemeinwesen, dessen Gesetze das Wohl aller in den Vordergrund stellen und nicht das Privateigentum, in dem die Allmacht der Parteien beendet wird. Einen Staat, der nicht mehr herrscht, wo er dienen sollte, und in dem die Bürger ihre wichtigen Angelegenheiten selbst in die Hand nehmen. Und sie macht konkrete Vorschläge, wie wir dahin gelangen können – in Deutschland, Europa und, wer weiß, darüber hinaus.